HUMANE PHÄNOMENE II




Masterarbeit im Studiengang Bühnenbild_szenischer Raum

Wie lässt sich die visuelle Anziehungskraft von seltenen Anatomien erklären?
Und wie können Orte aussehen, an denen anatomische Vielfalt sichtbar ist?

Den Ausgangspunkt von Humane Phänomene II bildete eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Präsentationsweise von »Fehlbildungen« in medizinhistorischen Museen. Auf der Suche nach einer passenden Sichtbarmachung körperlicher Vielfalt stellte der Schaulust-bejahende Charakter von Freakshows ein leitendes Motiv dar.

Freakshows haben heute ihre Vorhänge geschlossen und die medizinische Lust am Anormalen schlummert zugunsten eines verantwortlichen Nicht-Zeigens in den Sammlungen. Entgegen diesem Trend versucht die hier gezeigte Arbeit, die Schaulust als aufrichtige Quelle von Aufmerksamkeit und Emotionalisierung zu ehren.



Präsentationen:
07.07.2017-16.07.2017 in den Räumlichkeiten des Studienganges; 
09.09.2017 am KTS13 Platzfest

Kann man der Schaulust vertrauen?Zumindest müssen wir mit ihr arbeiten im Reich der Sichtbarkeit.





Szenografisches Tableau
Hier wird auf einem Blick zusammengefasst, wie sich die Rolle des Publikums beim Betreten des Raumes ändert und wie die szenischen Elemente ineinandergreifen. 
Wichtig war hier ein poetisches Aufbrechen der Subjekt-Objekt-Kathegorien: auch das Publikum befindet sich zeitweise am Podest; und das Objekt spricht zurück.

Siehe auch ︎︎︎Humane Phänomene I.